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Hexen und Schnappviecher eroberten Schönberger Rathaus

Eigentlich ist Günter Klampfl am Faschingsauftakt auf der anderen Seite. Aber da Schönbergs erster Bürgermeister Martin Pichler derzeit im Urlaub weilte, lag es an dem zweiten Bürgermeister Günter Klampfl, das Rathaus der Marktgemeinde zu verteidigen.

Nachdem die Woidhexen und zwei riesige Schnappviecher, die Wahrzeichen der Schönberger Woidgaudi, auf dem Marktplatz ihr Unwesen getrieben hatten und damit teilweise den Verkehr zum Erliegen brachten, stürmten sie das Schönberger Rathaus. Günter Klampfl hatte sich mit Landrat Sebastian Gruber, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und den Abgeordneten Alexander Muthmann und Max Gibis dazu die regionale Politprominenz zur Unterstützung ins Rathaus geholt, die allesamt als Pappfiguren anwesend waren. Ganz im Amte des Bürgermeisters versuchte sich Klampfl noch mit einer Begrüßungsrede aus der Affäre zu ziehen. Er lobte die Schönberger Woidgaudi als den Faschingshöhepunkt der Region und bedankte sich bei den Machern Heimo Hoisl und Ernst Hartl. Doch der Stimmgewalt der Woidhexen hatte Klampfl nichts mehr entgegenzusetzen und flüchtete schließlich in das Obergeschoss des Rathauses. Doch der zweite Bürgermeister hatte nicht mit den Hexen gerechnet. Mittels einer langen Leiter stieg Hexe Tanja Lang nach oben und entriss dem zweiten Bürgermeister schließlich den Rathausschlüssel.

Derart entmachtet fügte sich Günter Klampfl schließlich seinem Schicksal und leiß sich gemeinsam mit Pfarrer Michael Bauer und Pfarrvikar Anthony Kurisingal in einem eigens angefertigten Käfig sperren. So ging es auf den Schönberger Hausberg in die Kadernberger Hüttn. Zur Erleichterung des zweiten Bürgermeisters, der bis dato nur an einem große Knochen nagen konnte, gab es dort für alle eine ordentliche Brotzeit.

So kann unter dem bekannten Motto „wuid – damisch –anders“ der Schönberger Fasching in die dritte Runde gehen. Am Faschingssonntag, den 12. Februar erreicht die mittlerweile weit über die Grenzen Schönbergs bekannte Woidgaudi mit zahlreichen beteiligten Gruppierungen und wilden Aktionen seinen Höhepunkt.