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Zukunft der Schönberger Wehren gesichert

Der Feuerwehrbedarfsplan des Marktes Schönberg wurde offiziell an die vier Kommandanten der Feuerwehren im Markt übergeben. Sowohl Feuerwehr wie auch der Markt zeigten sich mit den Ergebnissen zufrieden. "Das ist ein Weg, den wir gehen wollen", so Bürgermeister Martin Pichler.

Sie halten den Plan für die nächsten vier Jahre in den Händen: Walter Süß (FFW Schönberg), Sebastian Hufsky (FFW Kirchberg), Bürgermeister Martin Pichler, Hans Wirth (VG Schönberg), Gerhard Mittermüller (FFW Hartmannsreit)

„Unabhängig von der Notwendigkeit zur Sicherstellung des gesetzlichen Auftrages werden alle Feuerwehren des Marktes Schönberg als integraler und notwendiger Bestandteil der kommunalen Gefahrenabwehr gesehen“, steht es im Feuerwehrbedarfsplan des Marktes, den Bürgermeister Martin Pichler und Hans Wirth, im Rathaus für das Feuerwehrwesen zuständig, an die Kommandanten der vier Feuerwehren Schönberg, Eberhardsreuth, Kirchberg und Hartmannsreit übergaben. Zwar sei die Einsatzbereitschaft der kleineren Wehren gerade am Tag sehr schwierig, doch seien diese notwendig, um am Einsatzort Erstmaßnahmen durchzuführen oder vorzubereiten.

Seit Anfang 2016 überprüften externe Fachleute sowohl das Gefahrenpotential im Markt Schönberg wie auch die zur Verfügung stehende Personalstärke und die Ausstattung der Feuerwehren im Gebiet des Marktes. Aus diesen Daten entwickelten die Experten einen Bedarfsplan, aus dem die zukünftige notwendige Ausstattung der Feuerwehren ableitet werden kann.

Bürgermeister Martin Pichler zeigte sich froh über das Ergebnis: „Wir haben nun einen Weg, den wir auch gehen wollen. Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt.“ Die Sicherung der für die Einsatzbereitschaft sei eine wichtige Aufgabe der Feuerwehren, denen Pichler auch für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Bedarfsplans dankte. Die Sammlung der notwendigen Daten sei sehr aufwendig gewesen. Für Hans Wirth von der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg ist der Bedarfsplan ein wichtiges Mittel, die zur Verfügung stehenden Mittel effektiv und bedarfsgerecht einzusetzen. Um hier für alle Interessierte Transparenz zu schaffen, wird der Plan auch auf der Webseite des Marktes veröffentlicht.

Zufrieden mit den Ergebnissen der Untersuchungen waren auch die Kommandanten der Feuerwehren. Schönbergs Kommandant Walter Süß sieht den Plan als zukunftsweisend für den Erhalt der vier Standorte an: „Jede Feuerwehr bleibt eigenständig, doch müssen wir eng zusammenarbeiten.“ Man könne nun nachweisen, dass Investitionen nicht nur der Wunsch der Feuerwehren sind, sondern sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Gerhard Mittermüller, Kommandant der Feuerwehr Hartmannsreit, legte Wert darauf, nicht nur bis zum Ende des Bedarfsplans 2022 sondern darüber hinaus zu planen.

Als erste Konsequenzen führt Martin Pichler die Anschaffung zweier neuer Rettungsspreizer an, ebenso die Installation der Absauganlagen in die Feuerwehrhäuser Eberhardsreuth und Kirchberg, so dass diese wieder den arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen und die Anschaffung der Mannschaftstransportfahrzeuge für die Feuerwehren Eberhardsreuth und Kirchberg. Doch auch bei der Beschaffung größerer Fahrzeuge müsse man schnell in die Projektierung gehen, da Ausschreibung und Anschaffung eine lange Zeit in Anspruch nehmen.