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Wo sich die FAZ täuschen wird

Was haben Usbekistan, Mosambik, Kalkutta und der Bayerische Wald gemeinsam? Die Frankfurter Allgemeine empfiehlt diese Regionen als Reiseziele die interessant aber nicht überlaufen sind. Doch mit Ruhe und Beschaulichkeit ist Schluss am Faschingswochenende. Mit Kinderfasching, Turnerball und Woidgaudi geht es zwei Tage lang rund in Schönberg.

„Es gibt noch so viele exotische und kaum erforschte Weltgegenden, die es 2018 zu entdecken gilt: Irain Jaya, Ostkirgistan, die Lakadiven – und Niederbayern. Undurchdringlicher Urwald, autochtone Völker, wilde Riten, fremde Sprachen – all das gibt es im Südosten Deutschlands, irgendwo hinter Deggendorf, Dingolfing und Regen“, so die FAZ. „Was würde der Redakteur wohl schreiben, wenn er nächstes Wochende nach Schönberg käme“, überlegt Bürgermeister Martin Pichler und kann sich ein Grinsen nicht verbeißen. Schließlich stürzt sich die Marktgemeinde in ein turbulentes Faschingswochenende.

Los geht es mit dem Kinderfasching 13.30 Uhr im KuK. Hier gibt es Spaß und Spiele für die jungen Faschingsfreunde. „Von Passau kommt Clown Michi, und unser Team hat sich auch einiges einfallen lassen“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des TSV Hans-Jürgen Perl, „lasst euch überraschen.“

Am Abend startet dann mit dem Turnerball des TSV Schönberg eine der erfolgreichsten Bälle der Region. Die Veranstalter toppen hier jährlich die Besucherrekorde des Vorjahres. Und auch dieses Jahr sind die Vorverkaufskarten schon fast ausverkauft. Um 19 Uhr öffnet der Ballsaal seine Türen, den fleißige Hände des Sportvereins schon tagelang aufwendig gestaltet haben. „Wir haben eine irrsinnig aufwendige Dekoration, seit drei Tagen arbeiten wir an einer einzigartigen Lichtinstallation die den Ball zu einem besonderen Erlebnis machen wird. Für Stimmung sorgt die bekannte Band „Keep Cool“ „Sie ist die wahrscheinlich erfolgreichste Band in Bayern und Österreich. Wollen unseren Gästen eine tolle Musik bieten, das sind wir unseren Gästen schuldig“, so Hans-Jürgen Perl, „für den Turnerball reist die Gruppe extra aus der Schweiz an.“ Neben einer Maskenprämierung wartet die ein oder andere Überraschung auf die Besucher.

Am Sonntag startet zum dritten Mal die Schönberger Woidgaudi. Mit allem, was einen Faschingszug ausmacht, haben die Faschingsfreunde um Ernst Hartl, Günter Klampfl und Heimo Hoisl gründlich aufgeräumt. Sie schmissen Perchtentreiben, südtiroler Fasching, niederbayerische Bauernhochzeiten in einen großen Topf, rührten kräftig um und heraus kam die wohl urtümlichste und abgefahrenste Gaudi, die es je im Bayerischen Wald gab. Um 13.30 startet der Zug mit 30 Wägen und Fußgruppen. Über die Deggendorfer Straße kommend ziehen Pfannenflicker, Woidhexen, Zigeuner, Haberfeldtreiber, eine Hochzeitsgesellschaft, Schwarzbrenner Waschweiber und allerlei weiteres zwielichtiges Gesindel über den Marktplatz. Nach einer Runde über den Unteren Markt kommt der Zug schließlich zum Marktplatz zurück und bleibt in einer großen Wagenburg stehen. Bei Musik von DJ Ötzi Beppi und zahlreichen Aktionen wird gefeiert.

Die Ortsmitte ist aus diesem Grund zwischen 12 und 18 Uhr gesperrt. Parkplätze stehen am Sportplatz, im Parkhaus, am Rheinsberger Park, bei der Norma sowie an der Schule in ausreichender Zahl zur Verfügung.

„Klingt nach nix, sieht aber schön aus“, schrieb die FAZ. Nach dem Wochenende in Schönberg muss dies sicher neu geschrieben werden.