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Unerwartet, holprig, bestens gelungen

Bei strahlendem Sonnenschein und der Anwesenheit von über 400 Gästen wurde das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg mit Dorftreff eingeweiht. Auch der neue Mannschaftstransportwagen erhielt durch Pfarrerin Sonja Schuster und Pfarrer Michael Bauer seinen kirchlichen Segen.

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Unerwartet sei der Neubau auf den Plan gekommen, erinnert der Vorsitzende der Kirchberger Wehr Roman Hufsky. Bei einer Besichtigung des alten Feuerwehrhauses mit der Regierung von Niederbayern wurde erkannt, dass das Feuerwehrhaus den Anforderungen für die Zukunft nicht mehr genügt und an dem alten Standort auch nicht mehr erweitert werden konnte.

Holprig sei der Start verlaufen. Zwar habe der mittlerweile neu gewählte Bürgermeister nebst Marktgemeinderat den Bau auch weiterhin unterstützt, doch das Amt für Ländliche Entwicklung konnte die Fördergelder erst 2020 in Aussicht stellen. An einen vorzeitigen Baubeginn war in Anbetracht der langen Zeit bis dahin nicht zu denken. Durch den Eindruck des damaligen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und des Landtagsabgeordneten Max Gibis konnten schließlich doch noch Gelder freigemacht werden und Brunner gab mit „Männer, ihr könnt anfangen!“ das Startsignal. Kein Wunder, dass die beiden Politiker für ihren Einsatz von allen Redner sehr gelobt wurden.

Bestens gelungen bezeichnete Hufsky und alle Gäste der Feier schließlich das fertiggestellte Feuerwehrhaus. Dazu leistete die Kirchberger Feuerwehr und Dorfgemeinschaft 2300 Arbeitsstunden und eine Eigenleistung im Wert von 160 000 Euro. So konnte sogar noch der nagelneue Mannschaftstransportwagen, der blumengeschmückt vor der Tür stand, fast ausschließlich aus Eigenmitteln beschafft werden. Der neue Staatsminister für Bilder Bernd Sibler, der ebenfalls zu der Einweihungsfeier gekommen war, stellte fest, dass hier die staatliche Förderung sehr gewinnbringend angelegt sei: „Das Herz Bayerns schlägt im ländlichen Raum und das Herz des ländlichen Raums schlägt hier.“ Der ehemalige Landwirtschaftsminister Brunner zeigte sich froh, dass hier beste Voraussetzungen für das örtliche Leben in den kommenden Jahrzehnten geschaffen wurde: „Denn das Wort ‚Landflucht‘ muss ein Fremdwort werden.