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Turm und Glocke zum 100. Geburtstag

Zum 100. Geburtstag nahm sich Hans Pletl der Kapelle in besonderer Art und Weise an. Bisher turmlos, sollte sie einen kleinen Turm nebst zugehöriger Glocke bekommen. Auch ein neues Altarkreuz sowie eine renovierte Marienstatue erhielt die Kapelle quasi als Geburtstagsgeschenk, wie Pfarrer Michael Bauer es in seiner Ansprache ausdrückte.

Zum ersten Mal läutete Hans Pletl die neue Glocke.

Pfarrer Michael Bauer weiht den neuen Turm und die Glocke.

Audh diese renovierte Marienfigur soll ihren Platz in der Kapelle finden.

Erinnerungsurkunde vom Pfarrer

und vom Bürgermeister

Interessierte Zaungäste

Seit 100 Jahren steht sie am Ortseingang des Schönberger Ortsteils Raben, direkt neben dem Hof der Familie Pletl. Und Hans Pletl erzählte auch wie es zum Bau der Kapelle im Jahr 1918 kam: Seine Familie hatte zu der Zeit schon stattliche Pferde. Und der Großvater von Hans Pletl fuhr mit einem schwer beladenen Fuhrwerk die Leithen herunter, als die Bremsen versagten. Das Fuhrwerk wurde schneller, überfuhr das Zugpferd und verletzte es schwer. „Wenn das Pferd wieder gesund wird, baue ich eine Kapelle“, gelobte der Bauer. Und das Pferd genas und der Bauer machte sein Versprechen wahr. Seit dem steht die Kapelle in Raben und ist Ort so mancher gemeinsamen Andacht und so manchem stillen Gebet.

Unter großer Anteilnahme der Bewohner aus Raben und der umliegenden Dörfer sowie der Freiwilligen Feuerwehr Hartmannsreit wurden im Rahmen eines Gottesdienstes Turm, Glocke und die neuen Ausstattungsgegenstände geweiht. Die Schönberger Saitenmusi gestaltete mit ihrer Musik den Gottesdienst vor der Kapelle besonders stimmungsvoll.

Sichtlich stolz auf das geschaffene Werk dankte Hans Pletl seinen Helfern Karl Mies und Josef Bschlangaul, die ihm bei der Arbeit unterstützten. Bürgermeister Martin Pichler, der ebenfalls zu dem Gottesdienst gekommen war, zollte dem Engagement seinen Respekt und versprach, dass sich die Marktgemeinde an den Kosten mit einer Spende beteiligen wolle.

Bei einer gemütlichen Brotzeit fanden der Tag und damit auch die Arbeiten an der Rabener Dorfkapelle nun einen würdigen Abschluss.