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Über die Rückgewinnung des Anstandes

Die Ausstellung, die an mehreren Schautafeln einen guten Einblick in das Leben und die Arbeit des Widerstandskämpfers gibt, ist bis 28. Oktober jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr im Schönberger KuK zu sehen. Für Schulen oder Gruppen können gesonderte Termine im Touristikbüro vereinbart werden.

Berthold Goerdeler zeigt Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf, Bürgermeister Martin Pichler und Bernd Bachhuber die Ausstellung.

Die feierliche Eröffnung wurde vom Duo FLAC Elisabeth Thoma und Manuel Wagner musikalisch gestaltet.

Berthold Goerdeler, Enkel Carl Friedrich Goerdelers ging der Frage nach, wie sein Großvater die heutige Lage beurteilen würde.

Zahlreiche neue Publikationen haben sich dem Thema Goerdeler und SS-Geiseln angenommen.

Carl Friedrich Goerdeler, im Jahre 1884 in der preußischen Provinz Posen geboren war ab 1930 Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Als einer der wenigen Oberbürgermeister ohne NSDAP-Mitgliedschaft blieb er auch nach der Machtergreifung Hitlers an der Macht, gerät jedoch immer mehr in Konfrontation zum NS-Regime. Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges engagierte sich  Goerdeler immer mehr im Widerstand. Nach dem missglückten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und am 2. Februar 1945 ermordet. Im Wege der Sippenhaft ging das Regime auch gegen die Familie Goerdeler vor. Als Geiseln der SS gelangten sie im April 1945 nach Schönberg. Bereits bei der Aufarbeitung dieser dramatische Tage baute der Vorsitzende des Schönberger Kulturforums Bernd Bachhuber einen Kontakt zur Familie Goerdeler auf, der wie er selbst sagt zu einer wertvollen Freundschaft wurde.

Mit seiner Frau Maria und Sohn Andreas kam der Enkel Carl Friedrich Goerdelers, Berthold Goerdeler nun nach Schönberg um dort die Ausstellung „Das größte Problem ist die Wiederherstellung des einfachen menschlichen Anstands. Carl Friedrich Goerdeler - Politik und Verantwortung“ zu eröffnen.

Die Ausstellung, die an mehreren Schautafeln einen guten Einblick in das Leben und die Arbeit des Widerstandskämpfers gibt, ist bis 28. Oktober jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr im Schönberger KuK zu sehen. Für Schulen oder Gruppen können gesonderte Termine im Touristikbüro vereinbart werden.

Die Wanderausstellung wird ergänzt durch zahlreiche Berichte aus dem Privatarchiv Bernd Bachhubers über die Erforschung des Schicksals der SS-Geiseln in Schönberg.