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Klärwärter der Zukunft gemeinsam ausgebildet

In der Kläranlage Schönberg werden die Fachkräfte für Abwassertechnik aus der Region ausgebilde. Bürgermeister Martin Pichler (Schönberg) und Eduard Schmid (Hohenau) stellen den Nachwuchs für die kommunalen Kläranlagen der Region vor.

Fachkraft für Abwassertechnik, wie der Beruf der Klärwärter offiziell heißt, zu lernen, das stößt nicht immer auf Verständnis bei Freunden und Familie, bestätigt Jonas Gaisbauer, „aber die Vorurteile stimmen nicht, es stinkt hier fast gar nicht.“ Der junge Hohenauer lernt seit wenigen Wochen diesen Beruf. Dazu ist er einmal in der Woche in der Schönberger Kläranlage, die als Ausbildungskläranlage zertifiziert ist.

Gemeinsam mit seinen drei Kollegen aus den Gemeinden Hohenau, Saldenburg und Spiegelau erfahren sie die notwendigen Grundlagen von Abwassermeister Jürgen Murr. Dabei geht es beispielsweise um so schwierige Themen wie Chemie oder Elektrotechnik. An den anderen Tagen der Woche sind die Auszubildenden in den Kläranlagen ihrer Gemeinde beschäftigt, damit sie diese Anlage am Ende ihrer Ausbildung wie ihre Westentasche kennen.

Das ist auch notwendig, denn hier werden sie dringend gebraucht. Es gibt nicht viele Auszubildende in diesem Beruf und die Gemeinden sind bestrebt, ihren eigenen Bedarf auszubilden. „Wenn ich fertig bin, werde ich von meiner Gemeinde übernommen, da der bisherige Klärwärter dann bald in den Ruhestand gehen wird“, erzählt Manuel Maier, Auszubildender im zweiten Lehrjahr aus der Gemeinde Spiegelau.

Die Verbundausbildung ist ein Geben und Nehmen, erklärt Ausbilder Jürgen Murr. Einerseits werde die zukünftigen Fachkräfte für Abwassertechnik in Schönberg gut für ihren Beruf und die Berufsschule vorbereitet, andererseits arbeiten sie auch in Schönberg mit. Das freut auch die Bürgermeister der Gemeinden Hohenau und Schönberg, die sich gemeinsam mit Hohenaus Klärwärter Manfred Hödl über den Stand der Ausbildung informierten.