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Hexen stören Feuerwehrübung – Faschingsaltpräsident festgenommen

Turbulente Szenen beim Faschingsauftakt in Schönberg. Steht Schönbergs Nominierung als Faschingshochburg in Gefahr Probleme zum diesjährigen Faschingsauftakt zeichneten sich schon von Anfang an ab. Unglücklicherweise fiel der Faschingsauftakt in diesem Jahr auf einen Sonntag.

Das Rathaus stand ruhig und verlassen am Schönberger Marktplatz. Weit und breit, niemand, der den begehrten Rathausschlüssel herausrücken konnte. Fest entschlossen, den Bürgermeister aus dem Bett zu holen, fuhren die Waldhexen nach Eberhardsreuth. Doch das Gemeindeoberhaupt war gerade bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr zum wichtigen Thema Digitalfunk. Mittlerweile richtig in Fahrt stürmten die Hexen das dortige Feuerwehrhaus, steckten Bürgermeister Martin Pichler in das der fünften Jahreszeit angepasste Gewand und fuhren mit ihm nach Schönberg. Dort warteten die Schönberger Faschingsfreunde mit Altpräsident Günter Klampfl schon sehnsüchtig auf den Schlüssel.

Im Sítzungssaal hatte Klampfl alle Mühe, die ausgelassene Gruppe unter Kontrolle zu bringen, denn es ging ihn um eine ernste Sache. Schönberg solle auch offiziell als kulturelles und historisches Zentrum der Narretei im Landkreis ausgezeichnet werden. Dem wichtigen Anlass entsprechend wohnte auch wieder allerlei Polit-Prominenz zumindest als Pappaufsteller der Sitzung bei, so zum Beispiel die Abgeordneten Gibis, Eibl und Muthmann, Bezirkstagspräsident Dr. heinrich und Landrat Gruber. Freyung habe die Volksmusikakademie, Spiegelau das TAZ, Grafenau den Technolgie Campus. Eine Faschingsakademie in Schönberg mit Heimo Hoisl als künstlerischer Direktor wäre das mindeste, was man fordere. „Da ist uns kein Euro zu viel“, so Klampfl. Unter exorbitanter Lautstärke, verursacht von den immer mehr in Stimmung kommenden Waldhexen, hätte Günter Klampfl seine Pläne noch gerne weiter erläutert, wurde aber von den anwesenden Polizisten wegen zu langen Redens kurzerhand verhaftet und angeführt.

Als die ganze Gruppe wenig später in der Kadernberger Hüttn bei Bier und Weißwurst zusammensaß, herrschte wieder weitgehende Einigkeit unter allen Beteiligten. Und diese Einigkeit zwischen den Faschingsfreunden, Waldhexen, Marktgemeinde und Kirchengemeinde wird wieder dafür sorgen, dass am Faschingssonntag, den 3. März unter dem dann vermutlich patentierten Motto „wudi, damisch, anders“ der Schönberger Fasching einen tollen Abschluss finden wird.