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Heimo Hoisl mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Einen Freigeist, Querdenker und Visionär nennt Laudator Josef Stöger den neuen Träger des Ehrenpreises des Marktes Schönberg Heimo Hoisl. Der gebürtige Kärntner und seit vielen Jahrzehnten Wahl-Schönberger sei für den Markt ein echter Glücksfall. „Dabei ist Heimo Hoisl kein Ehrenamtler. Er braucht kein offizielles Amt, um das zu tun was ihn auszeichnet“, so Josef Stöger.

Heimo Hoisl habe wiederholt bewiesen, dass seine auf den ersten Blick „spinnerten“ Ideen auch umsetzbar seien und umgesetzt wurden. Stöger erinnerte an die lange Festtafel auf dem Marktplatz anlässlich der 750-Jahr-Feier des Marktes: „400 Gäste auf dem Marktplatz an festlich gedeckter Tafel zu bewirten und mit einem phantastischen Rahmenprogramm zu unterhalten, der Zweifler gab es viele. Und am Ende waren alle begeistert.“ Mit der Wandlung des Schönberger Faschings in die Woidgaudi habe sich nicht nur der Name geändert. „Da wird eine bei uns völlig neue Art des Faschings eingeführt und der Fasching im herkömmlichen Sinne nahezu abgeschafft.“ Heimo Hoisl könne Menschen zusammenbringen und überzeugen, Vereine, Gruppierungen oder Einzelpersonen. Stöger erinnerte auch an die Pfanneflickerhütte, die von einem auf den anderen Tag mitten auf dem Marktplatz stand. „Um diese Hütte zu betreiben, besuchte Heimo Hoisl ein Wirteseminar, handelte sich Ärger mit dem Landratsamt wegen Schwarzbau ein und übergibt am Ende 4000 Euro an die gemeinnützige Bürgerstiftung.“ In seine Laudatio schloss Stöger auch Hoisls Frau Marianne ein. Als kongeniale Ergänzung feuere sie ihn an, unterstütze oder bremse an passender Stelle. Unter großem Applaus der Anwesenden überreichten Bürgermeister Martin Pichler und Josef Stöger den Ehrenpreis 2018. Sichtlich bewegt nahm der Geehrte den Preis entgegen. „Es zeichnet Schönberg aus, dass es hier möglich ist, solche Ideen auch umzusetzen.“ Besonders freue er sich aber darüber, dass mit dem Preis lebenslange freie Fahrt mit der Eisenbahn innerhalb Schönbergs verbunden sei.

Bereits zuvor begrüßte der erste Bürgermeister Martin Pichler die zahlreichen Gäste. Der Abend solle nicht nur ein Blick zurück sein, sondern auch Gelegenheit geben, Kontakte zu pflegen und auch das ein oder andere gemeinsame Vorhaben im nächsten Jahr anzusprechen. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich der ehemalige Bundestagsabgeordnete Bartholomäus Kalb, der Staatsminister a.D. Helmut Brunner, die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger sowie zahlreiche verdiente Bürgerinnen und Bürger. Traditionell wurden wieder Vertreter aus der Wirtschaft und den Vereinen eingeladen.  So begrüßte Pichler den Inhaber  der Multiplast Kunststoffverarbeitung Peter Landendinger – das Unternehmen feierte in diesem Jahr 40-jähriges Jubiläum –  sowie Schreiner Kurt Stöckbauer. Für die Vereine wurden Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg mit den Vorständen Roman Hufsky und Thomas Hörtreiter-Buchcic eingeladen. Diese konnten im April die Einweihung des unter großer Eigenleistung erstellten neuen Gerätehauses mit Dorftreff feiern. Als Zeichen, dass es die oft kleinen Dinge des Lebens sind, die für die Pflege der Traditionen und Gemeinschaften wichtig sind, dankte Pichler Ernst Hartl für seine 14 Jahre dauernde Tätigkeit als Maibaumkontrolleur. Der Dank des Bürgermeisters galt auch dem Marktgemeinderat für die manchmal mühsame aber sehr erfolgreiche Arbeit. Man habe im vergangenen Jahr mit einigen Grunderwerben und der Neufestlegung der städtebaulichen Sanierung Grundlagen für die weitere Entwicklung Schönbergs gelegt.

In gewohnt humoriger Weise „und weil es auf der Tagesordnung steht“ übermittelte der zweite Bürgermeister Günter Klampfl den Dank des Marktgemeinderates an den Bürgermeister. Martin Pichler habe sich engagiert und kompetent eingesetzt, partnerschaftlich und über Parteigrenzen hinweg. Als Dank bekam er ein Bild vom Arschbomben-Wettbewerb im Schönberger Freibad übereicht. „Hier hat Schönberg zwar wegen der überragenden Qualitäten der Konkurrenz (Grafenaus Bürgermeister Max Niedermeier, Anmerkung d. Verf.) nicht den Sieg erreicht. Nicht zuletzt wegen der Berichterstattung in der Abendschau war es eine tolle Werbung für unserer Markt“, so Günter Klampfl. In Anspielung auf die Bienenkästen im Rathausgarten bekam Pichler noch ein Buch „Kann ich wirklich so einfach Imker werden“.

Den passenden festlichen Rahmen für den Abend schuf das Duo FLAC mit Elisabeth Thoma an der Querflöte und Manuel Wagner am Akkordeon.