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FFW Kirchberg erhält neues TSF-W

Mit viel Interesse verfolgten die Zuhörer, hauptsächlich Feuerwehrmänner von der FFW Kirchberg, die Gemeinderatssitzung am Dienstag, wo über die Ersatzbeschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges-Wasser (TSF-W) für die Kirchberger Feuerwehr beraten wurde. Bürgermeister Martin Pichler begrüßte dazu Andreas Dittlmann, der mit der Projektierung des Fahrzeuges betraut ist und die Leistungen der Ausschreibung detailliert vorstellte. Dittlmann erwähnte dazu, dass sich die angesetzten Kosten ähnlich wie in der Baubranche noch „nach oben schwebend“, bewegen könnten.

Und für die FFW Kirchberg gab es erfreuliche Nachrichten: das Gremium bewilligte einstimmig die Ausschreibung der Leistungen durch das Fachbüro Dittlmann aus Passau. Ebenso stimmte der Marktgemeinderat dem vorgestellten Kosten- und Finanzierungsplan zu und die FFW Kirchberg werde ermächtigt, das bestehende Fahrzeug (TSF) eigenständig zu verwerten, um den Erlös als Eigenanteil in die Finanzierung einfließen lassen zu können.

Dittlmann informierte, dass nach der Ausschreibung mit Prüfung und erneutem Gemeinderatsbeschluss bis Anfang April alles fix gemacht und das Auto in Auftrag gegeben werden könne. Als Lieferzeitpunkt nannte er Mitte des Jahres 2020. Die voraussichtlichen Anschaffungskosten nach Schätzungen des Fachbüros betragen ca. 218 000 Euro (Fahrgestell ca. 66 000 Euro, Aufbau ca. 110 000 Euro, Beladung ca. 30 000 Euro und Pumpe ca. 12 000 Euro). Nach Abzug der bereits durch Förderbescheid in Aussicht gestellten Fördersumme von 43 600 Euro (für das TSF-W in Höhe  von 38 900 Euro und für die Pumpe 4 700 Euro) verblieben dem Markt Schönberg aufzuwendende Eigenmittel in Höhe von 174 000 Euro. Zudem erklärte Dittlmann, dass die Zuschussbindung 20 Jahre betrage.

Die Feuerwehr Kirchberg erklärte sich in einem Schreiben an den Bürgermeister bereit, sich im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten an der Beschaffung mit einer Summe in Höhe von 50 000 Euro zu beteiligen. Für diese Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung bedankte sich Bürgermeister Pichler bei den Verantwortlichen der Feuerwehr und auch für die konstruktiven Vorbereitungsgespräche. Im Schreiben erwähnten die Wehrler zudem, dass das alte Tragkraftspritzenfahrzeug bereits ein Alter von 28 Jahren aufweise und in der Folge immer öfters kostenintensivere Reparaturen zu stemmen seien und die Anschaffung eines neuen TSF-W unumgänglich sei.  Weiter erwähnte die FFW, dass sie sich bereits im vergangenen Jahr nicht unerheblich an den Kosten für den Neubau des FFW-Gerätehauses mit Dorftreff beteiligt habe und auch die dringend notwendige Neuanschaffung eines Mannschaftstransportwagens vollends aus Eigenmitteln in Höhe von 42 000 Euro bewerkstelligt wurde. So sei ihnen dennoch bewusst, dass der enorm hohe Restbetrag von 174 400 Euro vom Markt Schönberg nicht alleine zu stemmen sei und hier eine Beteiligung der FFW mehr als angebracht sei. (Text: Olga Behringer)

 In diesem Zusammenhang bedankte sich Bürgermeister Pichler auch bei Feuerwehrreferent MGR Walter Süß, der schon bei der Ausarbeitung des Feuerwehrbedarfsplanes mitwirkte und gemeinsam mit der Kirchberger Wehr mit der Ersatzbeschaffung des TSF-W involviert gewesen sei. Süß erklärte, dass die FFW Kirchberg ein sinnvolles Auto ohne großen Wunschgedanken zusammen gestellt habe und dieses „maßgeschneidert“ für den Ortsbereich Kirchberg sei.

 In der Diskussion ging es darum, ob man Gefahr laufe, dass der Gesetzgeber wieder neue Umstellungen fordere. Dittlmann erklärte dazu, dass auf alte Fahrzeuge Bestandsschutz bestehe. Und sollte das Fahrzeug während der 20 Jahre Zuschussbindung ausgesondert werden, müsste der Zuschuss  anteilig zurück bezahlt werden.  Zudem sei das Fahrzeug mit keinem Allradgetriebe ausgestattet, weil laut Dittlmann die Doppelkabine und das Führerhaus geräumig sein sollen.