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Bunter Herbstmarkt zum Erntedankfest

Zahlreiche Besucher lockte auch in diesem Jahr das Erntedankfest nach Schönberg. Höhepunkt war der farbenprächtige Erntedankzug. Angeführt von der Marktkapelle Schönberg zogen elf Fußgruppen und Pferdegespanne durch die Schönberger Ortsmitte.

Zunächst kam der Wagen mit der Erntekrone und der großen Früchtewagen des Heimat- und Volkstrachtenvereins. Viel bestaunt wurden auch die Themenwägen des Rosserer-Stammtisches. „Altes Handwerk“ zeigten die Pferdeliebhaber in diesem Jahr. Und so wurde auf den Wägen Holz bearbeitet, Messer geschliffen oder auch Schindl gemacht. Gezogen wurden die Wägen durch Kaltblüter. Ruhige und kräftige Pferde für die Arbeit auf dem Feld und im Wald, wie Sprecher Johann Pretzer fachkundig erklärte. Zum festen Bestandteil des Zuges wurden die Jagdhornbläser, die Vogelfreunde mit ihren mächtigen Raubvögeln, die Jägerschaft oder auch die Drescher, die später auf der Bühne zeigten, dass sie immer noch bestens mit ihren Dreschflegeln umgehen konnten. Nach einer Runde über den Unteren Markt versammelten sich Besucher und Teilnehmer unterhalb der Kirche zur Pferdesegnung mit Pfarrer Michael Bauer.

Am Vormittag begann das Fest mit der Segnung der Erntekrone durch Pfarrvikar Anthony. Mit den Klängen der Trachtlermusi und der Waidler-Messe, begleitet von der Marktkapelle, wurde der Gottesdienst zu einem eindrucksvollen Erlebnis. In seiner Ansprache rief Anthony in Erinnerung, dass eine gute Ernte nicht nur vom menschlichen Fleiß, sondern auch von Gottes Hilfe abhängig ist.

Nach der Kirche spielte die Trachtlermusi zum Frühschoppen und an den Ständen des Obst- und Gartenbauvereins und des Heimat- und Volkstrachtenvereins konnte man es sich gut gehen lassen. Die Gartler hatten in diesem Jahr sogar einen Brotbackofen aufgestellt und schon bald duftete es nach den frisch gebackenen Laiben.  Das bunte Programm auf beiden Marktplätzen wurde von den Besuchern gerne angenommen, sei es Zimmern wie früher, Kraut einhobeln oder Schnupftabak reiben. Großes Interesse weckten auch die liebevoll gepflegten alten Traktoren der Oldtimerfreunde Grafenau. Dass in ihren alten Maschinen immer noch viel Leben steckte, zeigten die Oldtimerfreunde, als sie ihren Dreschwagen in Betrieb nahmen und die Zuschauer in eine Zeit mitnahmen, als noch nicht große Mähdrescher über die Felder rollten. Eine moderne Presse, mit der das angefallene Stroh sofort verarbeitet wurde, verdeutlichte die Entwicklung hin zur modernen Landtechnik.  Auf der großen Bühne tanzte die Trachtlerjugend und die Marktkapelle sorgte mit ihrer Musik trotz kühler Temperaturen für eine gute Stimmung.

Zufriedene Gesichter sah man auch bei der Schönberger Geschäftswelt. Diese hatten ihre Läden für einen herbstlichen Einkaufsbummel geöffnet, ein Angebot, dass sich viele Gäste nicht entgehen ließen.