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Bäume fällen, um den Friedhof zu schützen

Der Alte Friedhof in Schönberg an der Deggendorfer Straße hat eine ganz besondere Lage. Weit geht der Blick von den Gräberreihen über das Tal der Mitternacher Ohe. Doch der steile Hang oberhalb des Friedhofes bereitete den Verantwortlichen der Marktgemeinde und Revierförsterin Katharina Schwarz zunehmend Sorgen. Dort stehen hohe Laubbäume, die sichtbar unter den trockenen Sommern der letzten Jahre gelitten haben.

Nahe an der oberen Friedhofmauer stehen die Eichen, Eschen und Robinen, gefährlich nicht nur für Mauerwerk und Grabstätten sondern auch für die Besucher des Friedhofs.

Noch stehen Sie, die Bäume, die Bauhofleiter Jürgen Murr, Bürgermeister Martin Pichler, Försterin Katharina Schwarz und Marktgemeinderat Max Hartinger große Sorgen bereiten.

„Wenn jetzt ein starker Sturm kommt oder wie im letzten Winter eine starke Schneelast auf den Bäumen liegt, sind nicht nur die Grabstellen, sondern auch die Besucher des Friedhofes in Gefahr“, so Bürgermeister Martin Pichler.

Deshalb kündigte Pichler schon in der Bürgerversammlung im November an, dass diese Bäume gefällt werden müssen. Doch die Arbeiten gestalten sich sehr schwierig. „Auf dem extrem steilen Stück müssen wir arbeiten wie im Hochgebirge und den Hang händisch aufarbeiten“, so Försterin Katharina Schwarz. Hinzu kommt eine weite Rückeentfernung über den Kreuzweg bis hin zum Parkplatz auf dem Kadernberg. Erst hier kann das Holz auf LKW verladen werden. So ist Schwarz froh, dass sich mit der Waldbauernvereinigung Freyung-Grafenau ein geeigneter Partner gefunden habe, der diese Arbeit leisten kann.

Eine Neubepflanzung ist nicht geplant. „Wir wollen nicht, dass die nächste Generation dieselben Probleme bekommt“, erklärt Bürgermeister Pichler den Schritt. Doch wolle man einige Baumkronen bewusst liegen lassen, in deren Schutz sich niedere Pflanzen ansiedeln können. Höher wachsende Bäume würden dann frühzeitig herausgenommen.

Aus Sicherheitsgründen ist der Alte Friedhof bis zum Abschluss der Arbeiten gesperrt. „Durch in den Baumkronen hängen gebliebene Äste besteht große Gefahr, auch wenn nicht gerade gearbeitet wird“, warnt Marktgemeinderat Max Hartinger.