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Kiga St. Elisabeth erhält Leitungs- und Verwaltungsbonus von 12.458 Euro

Das war ein erfreuliches Zusammenkommen von Bürgermeister Martin Pichler, Pfarrcaritasvorsitzendem und Pfarrer Michael Bauer, Kindergartenleiterin Daniela Luksch und Michaela Gampe, die für die Kindergärten in der Gemeinde zuständig ist: Der Kindergarten St. Elisabeth erhält als erste Kommune im Landkreis einen Leitungs- und Verwaltungsbonus von 12.500 Euro für das Jahr 2020 ab dem 2. Quartal.

Der Freistaat setzt Mittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung für die Einführung eines Leit- und Verwaltungsbonus ein. Ziel ist es, die Einrichtungsleitungen von Aufgaben zu entlasten und damit eine Konzentration auf die pädagogischen Kernaufgaben zu ermöglichen. Eine  Förderrichtlinie für einen Leitungs- und Verwaltungsbonus für Kindergärten wurde am 18. März 2020 im Bayerischen Ministerblatt bekannt gegeben und das Modul im KiBiG.web zur Antragstellung ist seit dem 10. März 2020 frei geschaltet. Die Schönberger handelten schnell. In aufwändiger Arbeit wurde ein individuell auf den Kindergarten St. Elisabeth abgestimmtes Leitungskonzept ausgearbeitet und dann dem Staatsministerium für Familie Arbeit und Soziales von der Gemeinde der Förderantrag vorgelegt.  „Die Arbeit hat sich gelohnt und somit wurde die Chance zur Qualitätsverbesserung des Kindergartens genutzt. Im darauffolgende Kalenderjahr kann ein Folgeantrag gestellt werden!“, so Daniela Luksch.

Durch den Leitungs- und Verwaltungsbonus erhalten Träger von Kindergarteneinrichtungen die Möglichkeit, die Leitungspersonen durch zusätzlichen Personaleinsatz zugunsten der vom Träger zu definierenden Leistungsaufgaben von sonstigen Tätigkeiten, beispielsweise vom Gruppendienst oder von Verwaltungstätigkeiten, freizustellen. „Es geht um Gelder, die der Bayerische Staat zur Verfügung stellt. Nun könne Daniela Luksch ca. 12 Stunden aus der pädagogischen Arbeit rausgehen und Leitungsaufgaben übernehmen und somit eine Verbesserung der Qualität im Kindergarten erhalten!“, so Bauer. Zudem sei es im Kindergarten eine spezielle Situation, wie es in den ländlichen Einrichtungen üblich ist, dass sie nicht permanent ausgelastet sind. Luksch erwähnte, dass fast wöchentlich Anmeldungen zu organisieren seien und der Personalstand auf die Buchungszeiten umgelegt wird, wo die Mitarbeiter mal mehr oder weniger Stunden im Einsatz seien. „Ein gutes Management, das wir intern regeln, ist hier das Wichtigste!“, so Luksch und „fast 20 Mal im Jahr müssen dadurch Verträge von Kolleginnen geändert werden. So ist es auch laut Bauer wichtig, das pädagogische Personal stets für verschiedene Arbeitszeiten zu motivieren.

Bürgermeister Martin Pichler bedankte sich bei Bauer und Luksch für die Ausarbeitung des Leitungskonzeptes und bei Michaela Gampe für ihren Einsatz. Pichler lobte das Klima im Kindergarten wo man immer anstrebe, Service und Angebot der Eltern flexibel bereit zu stellen und man immer bemüht sei alles abzurufen und Förderanträge zu stellen. So sei es auch wichtig, die Gemeinde mit ins Boot zu holen, die als Kommune bestätigen müsse, dass die Richtlinien eingehalten werden. „Es kommt alles den Kindern zugute, wo nun mit der Stärkung der Kita-Leitung und der Kindertagespflege sowie der Beitragsfreiheit viel erreicht werden kann!“, so Michaela Gampe. Bauer bezeichnete das Projekt als jahrelange Baustelle, die sich nun aufgelöst habe. Als nächste Baustelle nannte er, dass die Bezuschussung der Betreuung der U-3-Kinder stärker differenziert werden müsse. Denn es sei ein großer Unterschied, ob ein Kind ein Jahr oder drei Jahre alt ist. Die Gewichtung müsse hier auf den unterschiedlichen pädagogischen  Aufwand gelegt werden. Abschließend nannte Luksch Schönberg als „Sonderstatus“, weil hier die Zusammenarbeit mit dem Kiga-Team, Träger und Kommune vorbildhaft funktioniere.

Info: Träger des St. Elisabeth Kindergarten ist die Pfarrcaritas für den Pfarrverband Schönberg-Eppenschlag mit Vorsitzendem Michael Bauer sowie der Markt Schönberg, der mit dem Verband eine Defizitvereinbarung hat. Der Kindergarten St. Elisabeth besteht derzeit aus vier Gruppen. Beheimatet sind drei Regelgruppen mit Kindern von drei bis sechs Jahren und eine Krippengruppe mit Kindern von ein bis drei Jahren. Im März 2020 besuchen 93 Kindergartenkinder die Einrichtung (mit eingerechnet sind 4 behinderte oder von Behinderung bedrohte, 5 Migranten und 22 unter 3-Jährige). Derzeit betreuen 19 Pädagoginnen die Kinder, wobei die wöchentliche Arbeitszeit zwischen  6 und 39 Stunden beträgt.