Nachrichten

Schönberger Bücherei mit Gold prämiert

Marktbücherei mit Siegel des Michaelsbundes ausgezeichnet. Die Landtagsabgeordneten Dr. gerhard Hopp und Max Gibis informierten sich bei Büchereileiter und Träger über die Lage und Anforderungen der kleinen Büchereien.

Vor zwei Jahren war es für das rührige Schönberger Bücherei-Team um Leiter Reinhold Hartl eine große Anerkennung, vom Michaelsbund, dem Dachverband katholischer Büchereien, mit dem silbernen Büchereisiegel ausgezeichnet zu werden. In diesem Jahr hatte

 Reinhold Hartl noch zugelegt und alle Anforderungen erfüllt. So konnte die Marktbücherei nun das für zwei weitere Jahre gültige Bücherei-Siegel in Gold entgegennehmen. Dabei sind die Anforderungen durch den Michaelsbund durchaus hochgesteckt. Neben einem ausreichend großen Raum sind vor allem die regelmäßigen und verlässlichen Öffnungszeiten eine echte Herausforderung für die 13 ehrenamtlichen Helfer. Hinzu kommen Mindestanforderungen an Etat, Entleihungen und Gesamtbestand. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Partnern, eigene Veranstaltungen und Schulungen gehören zu den Anforderungen, die die Marktbücherei Schönberg zu erfüllen hatte.

Die Erfolge der Einrichtung, die zu gleichen Teilen von der Marktgemeinde und der katholischen Pfarrgemeinde getragen wird, fand auch in der Landespolitik Gehör. Auf Vermittlung von Bürgermeister Martin Pichler kamen mit Max Gibis und Dr. Gerhard Hopp gleich zwei Abgeordnete nach Schönberg, um sich über Lage und Bedürfnisse kleiner Büchereien zu informieren. Der Chamer Abgeordnete Dr. Gerhard Hopp kümmert sich als Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbandes besonders um dieses Thema. Eine Liste mit sieben Punkten hatten Büchereileiter Hartl und die beiden Träger Bürgermeister Martin Pichler und Pfarrer Michael Bauer vorbereitet. Für sie ist die Förderung der Büchereien immer auch eine Förderung des ländlichen Raumes, denn diese erfüllen den Charakter eines wichtigen Treffpunktes in den Ortschaften. Hier bestünde ein großer Nachholbedarf. Wichtig sei auch die Förderung der Digitalisierung der Büchereien. Hier sieht Hartl gerade in der Lizenzvergabe durch die Verlage ein Hindernis. Diese geben Lizenzen für elektronische Medien entweder gar nicht oder zu überteuerten Bedingungen, was den freien Zugang zu den Medien massiv einschränke. Doch oft ginge es nicht nur um Geld, sondern auch um die Anerkennung der Arbeit in der Bücherei als vollwertige ehrenamtliche Tätigkeit.