Der neue Personalausweis

Personalausweis

Seit dem 01.11.2010 kann nur noch der "Neue Personalausweis" in Kartenform beantragt werden. Wie beim Reisepass wird nun auf dem Personalausweis das Lichtbild elektronisch gespeichert. Zusätzlich können freiwillig Fingerabrücke gespeichert werden.

Des Weiteren ermöglicht die so genannte Online-Funktion des Personalausweises, sich künftig im Internet auszuweisen. Diese Funktion ist bei Lieferung des Ausweises durch die Bundesdruckerei bei Personen über 16 Jahren regelmäßig eingeschaltet und kann bei Aushändigung des Ausweises kostenfrei ausgeschaltet werden.

Über private Dienstleister kann der Personalausweis auch mit der elektronischen Signatur ausgestattet werden, mit dem auf elektronischem Wege rechtsverbindliche Unterschriften geleistet werden können.

Der neue Personalausweis besitzt keine Zahlungsfunktion, wie fälschlicherweise verschiedentlich angenommen wird.

Mehr zu den Funktionen des neuen Personalausweises finden Sie unter Informationsseiten "Der neue Personalausweis" des Bundesinnenministeriums

Ausweispflicht

Jeder Deutsche, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, ist verpflichtet, einen Personalausweis zu besitzen. Dies gilt nicht für Personen, die einen gültigen Pass besitzen.

Der Personalausweis kann auf freiwilliger Basis für alle Kinder ab der Geburt ausgestellt werden.

Ist aus dringenden Gründen (z. B. wegen baldigem Reiseantritt) vorher ein Personalausweis erforderlich, besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum Personalausweis einen vorläufigen Personalausweis zu beantragen. Dieser wird von der Gemeindeverwaltung ausgestellt und gilt höchstens drei Monate.

Antragstellung

Der Pass ist bei der Gemeindeverwaltung - Passamt zu beantragen.

Die Person, für die der Personalausweis ausgestellt werden soll, muss diesen in jedem Fall persönlich im Passamt beantragen. Es ist nicht statthaft, das Antragsformular zu Hause zu unterschreiben und es durch eine beauftragte Person abgeben zu lassen oder der Gemeindeverwaltung zuzusenden. Kinder, die zum Zeitpunkt der Antragstellung 10 Jahre oder älter sind, müssen bei der Antragstellung Ihre Unterschrift leisten.

Bei der Antragstellung sind mitzubringen

  1. ein aktuelles Lichtbild, das den Anforderungen für die biometrische Erfassung genügt. (Bitte beim Fotografen angeben)
  2. Wenn vorhanden alter Personalausweis oder Kinderausweis
  3. Bei erstmaliger Ausstellung kann die Vorlage einer Geburtsurkunde   erforderlich sein, wenn die standesamtlichen Angaben noch nicht im Einwohnerregister erfasst sind.

Bei Kindern oder Jugendlichen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist zur Beantragung grundsätzlich die Unterschrift beider Eltern erforderlich. Wenn einem Elternteil das alleinige Sorgerecht übertragen wurde, genügt dessen Unterschrift, wenn der Sorgerechtsnachweis vorgelegt wird. Ein Elternteil muss bei der Antragstellung mit anwesend sein.
(siehe hierzu Formular "Antrag Sorgeberechtigter")

Wird von Jugendlichen kurz vor Vollendung des 16. Lebensjahres der Personalausweis beantragt, kann auf die Unterschrift der Eltern verzichtet werden. Der Personalausweis wird dann allerdings erst nach Vollendung des 16. Lebensjahres ausgehändigt.

Personalausweise für Personen, die bei der Ausstellung des Personalausweises das 24. Lebensjahr noch nicht vollenden haben, gelten 6 Jahre, ansonsten 10 Jahre. Eine Verlängerung des Personalausweises ist nicht möglich, bei Ablauf der Gültigkeit ist ein neuer Personalausweis zu beantragen und auszustellen.

Im Personalausweis können Ordens- oder Künstlername eingetragen werden.

Bei der Antragstellung hat die den Antrag stellende Person folgende Erklärungen abzugeben:

  • Erklärung über eine evtl. zweite Staatsbürgerschaft.
  • Erklärung, ob Fingerabdrücke gespeichert werden sollen.
  • Bestätigung über den Erhalt der Informationsbroschüre.

Abholung

Die Anfertigung des Personalausweises erfolgt über die Bundesdruckerei und dauert durchschnittlich drei Wochen, kurz vor den Hauptreisezeiten kann sich dies auf bis zu sechs Wochen verlängern.
Wenn der Ausweis abgeholt werden kann, erhält der Antragsteller / die Antragstellerin von der Bundesdruckerei einen so genannten PIN-Brief, der folgende Angaben enthält:

  • vorläufige 5-stellige PIN zur Nutzung der Online-Funktion, die beim    Einschalten dieser Funktion wie oben angeführt durch eine  6-stellige PIN ersetzt werden muss.
  • PUK: Die Online-Funktion wird gesperrt, wenn die PIN dreimal falsch    eingegeben wird. Mit der PUK, einer weiteren Geheimzahl, kann diese Sperre wieder aufgehoben werden, aus Sicherheitsgründen aber maximal zehn Mal.
  • Sperrkennwort, mit dem man die Online-Funktion des Personalausweises telefonisch sperren lassen kann.

Antragstellern, welche die 6-stellige PIN bereits bei der Gemeindeverwaltung eingeben wollen wird empfohlen, diesen Brief dazu mitzubringen. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der PIN-Brief sorgfältig aufzubewahren ist.

Der Personalausweis kann nur dann von einer dritten Person abgeholt werden, wenn eine entsprechende Vollmacht erteilt wird. Die Vollmacht muss auch eine Erklärung des Antragstellers enthalten, dass ihm der PIN-Brief zugegangen ist und ob die Online-Funktion ein- bzw. auszuschalten ist. Alternativ ist es möglich, dass der Abholende zur Abgabe dieser Erklärungen beauftragt wird. (siehe hierzu Formular "Abholvollmacht") Bitte beachten Sie: Die Änderung der PIN bei der Gemeinde kann nicht von einem Bevollmächtigten vorgenommen werden!

Bei der Abholung ist der alte Personalausweis mitzubringen. Ist der Personalausweis nicht mehr im Besitz der betreffenden Person (z. B. weil er verloren oder gestohlen wurde) muss eine Verlustanzeige erstellt werden. Dies kann sowohl beim Passamt oder bei der Polizei erfolgen (bei Diebstahl ist die Anzeige bei der Polizei ratsam).

Bei eingeschalteter Online-Funktion ist diese sofort sperren zu lassen. Dies kann bei der Gemeindeverwaltung erfolgen oder über einen Sperrnotruf mit der Telefonnummer 0180-1-33 33 33. Der Sperrnotruf ist auch aus dem Ausland zu erreichen. Wird der Ausweis wieder aufgefunden, kann die Entsperrung nur bei der Gemeindeverwaltung erfolgen.

Kosten

Personalausweis 6 Jahre gültig

22,80 Euro

Personalausweis 10 Jahre gültig

28,80 Euro

vorläufiger Personalausweis

10,-- Euro

Das erstmalige Einschalten der Online-Funktion ist kostenfrei. Das gilt auch wenn die Online Funktion nach Erreichen des 16. Lebensjahres eingeschaltet wird. Auch das nachträgliche Ausschalten der Online-Funktion sowie das Sperren der Online-Funktion nach Ausweis-verlust sind in allen Fällen kostenfrei.

Ansonsten gilt:
Einschalten der Online-Funktion nach vorherigem Ausschalten aufgrund Erklärung des Ausweisinhabers: 6,-- Euor

Entsperren der Online-Funktion nach Wiederauffinden eines verlorenen Ausweises: 6,0-- Euro

Ändern der PIN, wenn sie nicht mit einem kostenpflichtigen Einschalten der Online-Funktion erfolgt. 6,-- Euro (Die erstmalige Änderung  der 5-stelligen Transport-PIN in eine 6-stellige PIN ist kostenfrei. ) 

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Reisepass (E-Pass)

Seit dem 1. November 2007 werden als Passdokumente grundsätzlich nur noch der elektronische Reisepass (E-Pass) oder Kinderreisepässe ausgestellt.

Auch der E-Pass ist bei der Gemeindebehörde – Passamt- zu beantragen. Wegen der sich teilweise rasch ändernden Bestimmungen der einzelnen Länder kann die Gemeindeverwaltung keine Auskünfte darüber geben, welche Dokumente für die Einreise in ein bestimmtes Land notwendig sind. Es liegt in der Verantwortung der Reisenden, sich hierüber (z. B. www.auswaertiges-amt.de) zu erkundigen.

Auch für E-Pässe gilt, dass jede Person, für die ein Reisepass ausgestellt werden soll, im Passamt vorstellig werden muss, schon allein aus dem Grund, damit die bei E-Pässen vorgeschriebenen Fingerabdrücke erfasst werden können. Lediglich bei Kindern, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden keine Fingerabdrücke erfasst.

Für die Antragstellung sind mitzubringen:

  1. ein aktuelles Lichtbild, das den Anforderungen für biometrische Reisepässe genügt (bitte beim Fotografen angeben)
  2. Personalausweis oder Kinderausweis
  3. wenn vorhanden, alter Reisepass
  4. Bei erstmaliger Ausstellung kann die Vorlage einer Geburtsurkunde erforderlich sein, wenn die standesamtlichen Angaben noch nicht im Einwohnerregister erfasst sind.


Die Anfertigung der E-Pässe erfolgt über die Bundesdruckerei und dauert durchschnittlich drei Wochen, kurz vor den Hauptreisezeiten kann sich dies auf bis zu sechs Wochen verlängern.
Fragen Sie deshalb zu gegebener Zeit bei der Passbehörde nach. Der E-Pass kann nur dann von einer dritten Person abgeholt werden, wenn eine entsprechende Vollmacht (s. Formular "Abholvollmacht") erteilt wird. Alte Reisepässe sind bei der Abholung abzugeben! In dringenden Fällen kann entweder ein Express-Reisepass bestellt werden, der innerhalb von 72 Stunden ausgeliefert wird (falls kein Wochenende dazwischen liegt), oder ein vorläufiger Reisepass, der von der Gemeindeverwaltung ausgestellt wird, beantragt werden. Im Gegensatz zum Personalausweis muss zusätzlich zum vorläufigen Reisepass kein E-Pass beantragt werden. Ob und unter welchen Voraussetzungen vorläufige Reisepässe als Einreisedokument akzeptiert werden, hat der Reisende in eigener Verantwortung in Erfahrung zu bringen.

Für Vielreisende kann ein E-Pass mit 48 Seiten beantragt werden, der mehr Visa-Einträge erlaubt.

E-Pässe für Personen, die bei der Ausstellung das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gelten 6 Jahre, ansonsten 10 Jahre. Ein vorläufiger Reisepass kann nur für die Dauer des Zwecks, höchstens für 1 Jahr ausgestellt werden. Auch E-Pässe können nicht verlängert werden.

Kinderreisepässe

Es ist künftig nicht mehr möglich, die Kinder im Reisepass der Eltern einzutragen. Dies gilt auch für vorläufige Reisepässe und für Reisepässe, die bereits ausgestellt wurden. Die Eintragung von Kindern in Reisepässe der Eltern, die bereits vor dem 01. November 2007 erfolgt sind, behält ihre Gültigkeit. Ob dies im Einreiseland akzeptiert wird, haben die Reisenden in eigener Verantwortung in Erfahrung zu bringen.

Ist für die Reise ins Ausland ein Reisepass erforderlich, muss daher für jedes Kind ein E-Pass oder Kinderreisepass ausgestellt werden. Kinderreisepässe werden vom Passamt ausgestellt. Diese sind sechs Jahre gültig, jedoch maximal, bis das Kind das 12. Lebensjahr vollendet hat. Ist das Kind also 12 Jahre oder älter, muss ein E-Pass wie bei einem Erwachsenen ausgestellt werden.

Für die Antragstellung und die notwendigen Dokumente gilt das Gleiche wie beim E-Pass, lediglich beim Kindereisepass werden keine Fingerabdrücke genommen.

Kinderreisepässe können verlängert werden. Sie müssen mit neuem Foto verlängert werden, wenn das Kind aufgrund des letzten Fotos nicht mehr erkennbar ist

Eine Übersicht über die Kosten für Pässe

E-pass

37,50 Euro

59,-- Euro

E-Pass express

69,50 Euro

91,-- Euro

E-pass 48 Seiten

59,50 Euro

81,-- Euro

E-Pass 48 Seiten express

91,50 Euro

113,-- Euro

vorläufiger Reisepass

26,-- Euro

26,-- Euro

Kinderreisepass

13,-- Euro

6,-- Euro

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Inhalt

Formulare

Hier können Sie die notwendigen Formulare herunterladen und zu Hause bzw. a PC ausfüllen. Sie ersparen oder verkürzen die notwendigen Behördengänge:

Antrag Sorgeberechtigter (doc)

Antrag Sorgeberechtigter (pdf)

Abholvollmacht (doc)

Abholvollmacht (pdf)

 

Hinweis

Ab sofort können sämtliche Ausweisdokumente auch in den Dienststellen in Innernzell und Schöfweg beantragt bzw. abgeholt werden.