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Schönberg

Das Reparaturcafé startet

In Schönberg gehen ab 10. Juli alte Geräte wieder ans Netz

Markt Schönberg. Viele Menschen beklagen die „Wegwerfgesellschaft“. Da landen Elektrogeräte schnell auf dem Müll, weil sie billig ersetzbar, zu alt oder Reparaturen im Fachhandel zu teuer wären. Aber zum wachsenden Müllberg gibt es jetzt eine Alternative. In Schönberg eröffnet am 10. Juli von 16.00 bis 19.00 Uhr ein Reparaturcafé.

Manfred Duschl kommt beruflich aus der Elektronik. Obwohl er in Rente ist, hat er weiter Spaß am Messen, Schrauben und Löten. So wie seine mittlerweile neun weiteren Mitstreiter und zwei weitere gute Geister für den Service. Und wer sich auch noch dabei einbringen will, kann sich gerne noch melden. Was für den Recyclinghof zu schade ist, das bekommt bei ihnen eine Chance auf erneute Inbetriebnahme. Das alte Tonbandgerät, der einst so tolle Radio, den es zur Firmung gab oder der eigentlich noch stilvolle Kaffevollautomat, der plötzlich das Mahlen der Bohnen verweigert. Oft ist es eine Kleinigkeit, um sie wiederzubeleben. Deshalb gibt es seit einigen Jahren an immer mehr Orten solche Treffs, um Kompetenz und Problem zusammen zu bringen. Nicht als Konkurrenz für Handel und Service, sondern für tragbare Geräte, an denen das Herz hängt und sonst das Wegwerfen die letzte Option wäre. Eine wesentliche Motivation dahinter ist auch der Umweltgedanke. Was länger läuft muss nicht ersetzt und nicht entsorgt werden. Und es macht den Rettern einfach jede Menge Spaß, sich der Herausforderung zu stellen, zu fachsimpeln und dankbar strahlende Gesichter zu ernten.

Wer also irgendwo ringsum (nicht nur aus Schönberg) ein technisches Sorgengerät sein Eigen nennt und es in gute Hände geben will, der kann künftig jeden zweiten Mittwoch im Monat von 16.00 bis 19.00 Uhr direkt ins KUK in Schönberg kommen, um checken zu lassen, ob es noch erfolgversprechende Chancen hat, den Lötkolben anzusetzen. Die Beratung und Hilfe ist kostenlos. Ein Dankeschön jeder Art wird gerne angenommen, um gelegentlich auch Reparaturmaterial auffüllen oder ein Gerät ersetzen zu können.

Bildunterschrift:

12 Helfer haben sich schon zusammengefunden, um auch dann flexibel zu sein, wenn mal einer nicht kann. Verstärkung ist bei Armin Braumandl, (v.l.)  Benjamin Ebner, Isolde Marxt, Georg Pichler, Matthias Blöchinger, Manfred Duschl, Ron Kulik, Martin Schweighofer, Heinz-Dieter Schubardt, Heidi Lentner, Rudolf Leutner und Ulrike Hilpert weiterhin stets willkommen.

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