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Schönberg

Der Schöpfung einen Namen gegeben

Palmritt von Schönberg nach Kirchberg zog 43 Pferde, Besitzer und Bewunderer an

Markt Schönberg. Es juckt den Reitern und Reiterinnen schon mächtig, dass die Wetterlage Ausritte wieder zulässt, ohne dass es einen geheizten Sattel bräuchte. Denn selbst wenn das Wetter am Palmsonntag auch ein paar Graupel im Wolkengepäck hatte, waren sogar 43 Vierbeiner gekommen, um vom Markt über Flur und Dörfer bis nach Kirchberg der beschmückten Palmgerte zu folgen. 
In Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem gehört auch der Palmritt von Schönberg seit vielen Jahren zum gelebten Brauchtum. Der Rosserer-Stammtisch lädt dazu ringsum ein und freut sich über regen Zuspruch. Zwar werden die Rösser an Zahl eher weniger, die früher am Hof oder für Brauereien schwere Lasten zogen. Aber dafür ist die Riege der Pferdeliebhaber umso größer geworden, wo es um Freizeit, Sport oder purer Tierliebe geht. Entsprechend groß ist die Bandbreite der Hufträger, die vom stattlichen Kaltblüter bis zum trendigen Pinto oder handlicheren Pony reichen. Bevor es draußen wieder richtig los geht, kann es für sie nicht schaden, sich einen Segen ganz oben zu holen. Pfarrer Simon Steinbauer hatte zur Lesung einen Text aus der Schöpfungsgeschichte Genesis herausgesucht, die darüber berichtet, wie Gott jedem Wesen einen Namen gab, um die Dinge zu ordnen. Er gab so der Schöpfung eine starke Beziehung zum Menschen, die er sich zu eigen machen könne, die er aber auch in hoher Verantwortung nutzen müsse. Dieses Band erneuert auch ein Segen; mit Gottes Hilfe und des Menschen Sorge.
„Ober-Rosserer“ Erich Roth bedankte sich für diese Hilfe ebenso wie bei den Feuerwehren, die unterwegs den Zug absicherten, bei organisierender Kommune und bei der Dorfgemeinschaft von Kirchberg, die ihnen alljährlich eine Empfang mit Verköstigung bereitet. Auch viele Zaungäste freuten sich an Sengzelten aus dem Dorfbackofen oder Kuchen von den fleißigen Bäckerinnen und Konditoren von Kirchberg. Extra die ganz dicke lange Unterhose hatte sich Bürgermeister Martin Pichler angezogen, denn die kutschierten Ehrengäste haben an so einem erfrischenden Tag das Problem, dass ohne eigene Bewegung die Kälte bissig durch die Hosen zieht. Aber mit einem Schnäpschen unterwegs und was Warmem am Ziel ließ sich das schon aushalten. Er übernahm gerne wieder die Aufgabe, der Pferden ein Erinnerungsband anzustecken und freute sich, dass mit dem Palmritt nach Kirchberg wieder ein stimmungsvoller Auftakt in die Osterzeit hinein gelungen ist.
Bildunterschriften zur Auswahl:
Man kann nicht früh genug anfangen mit der Reiterei. Dick eingepackt saß Jakob auch mit seinen erst sechs Jahren schon fest im Sattel.
Fesch herausgeputzt ging es mit 43 PS vom Markt Schönberg zur Dorfkirche von Kirchberg hinüber. Über Fronreuth, Lueg und Panhof führte der Umritt auf ruhigen Wegen zur Kapelle, die Johannes dem Täufer geweiht ist.
Pfarrer Simon Steinbauer und Bürgermeister Martin Pichler übernahmen den Segen für das Pferdejahr und die Verteilung der Erinnerungsbänder.
Falls Gruppenbild gewünscht:
Erich Roth (mit Korb), Bürgermeister Martin Pichler (mit Erinnerungsanstecker) und Pfarrer Simon Steinbauer (mit Weihwasserkessel) ließen sich von Rosserern, Ministranten, dem Mesnerteam und vielen weiteren Helfern von Dorf und Kommune unterstützen, um den Palmritt 2026 wieder zur Freude von Tier, Mensch und Zaungästen prächtig, erfolgreich und unfallfrei durchzuführen.
Fotos: Markt Schönberg

 

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