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Schönberg

Don Bosco braucht selbst mal Hilfe

Die Schule in Grafenau bräuchte ein bauliches Update – Überlegungsphase angestoßen

Markt Schönberg. Das Sonderpädagogische Förderzentrum Don Bosco-Schule in Grafenau ist etwas in die Jahre gekommen. Eine Frage steht im Raum: Wie weiter? Als neuer stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins schaute Martin Pichler zusammen mit dem Vorsitzenden Max Niedermeier vorbei, um besser kennenzulernen, wo der Schuh drückt.
Sonderschulrektorin Andrea Köck-Graf und ihr Konrektor Thomas Ruder berichteten zu Geschichte und Aufgaben der Einrichtung, die von Kindergarten bis Schule verschiedenste Bereiche abdeckt. Etwa 120 bis 130 Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen im Lernen, der Sprache, in der emotionalen und sozialen Entwicklung werden hier gezielt gefördert und begleitet. Und das sei auch gut so, sagt Andrea Köck-Graf. Bayern habe dieses System der besonderen Beschulung für besonderen Bedarf beibehalten. Länder, die den Gedanken von Inklusion noch höher gehängt hatten, würden auch wieder Schritte darauf hin zurückgehen. Denn selbst wenn der Elternwille entscheidend sei, effektiv gehe es doch immer darum, das Beste für Kinder zu bewirken. Und das könne auch heißen, eine eigene Schule mit eigenem Tempo und eigenen erarbeiteten Chancen dem Ideal vorzuziehen, dass die „Regelschule“ der einzige Weg sein könne; wo dann Schwächere oft nur Misserfolg und Frustration ernten. Hier geht es hingegen um eigene Bestätigung. Hier arbeiten Sonderpädagogen unterschiedlicher Fachrichtungen, die auch psychologisch geschult sind. Zudem unterstützen auch Logopäden und Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Schulbegleiter und Erzieherinnen interdisziplinär. Das Berufsbild sei fordernd und zugleich extrem sinnerfüllt.
Bei einem Gang durch das Haus wurden Werkstatt, Küche oder Klassen besichtigt. Dabei fiel relativ deutlich auf, dass die Bausubstanz in Teilen einem modernen Standard nicht mehr genügt. Insbesondere im Untergeschoß fordern die Betriebsjahre ihren Tribut, weil die Abdichtung nach Außen langsam schwächelt. Seit vielen Jahren gehen andere Schulen im Landkreis vor. Dafür gibt es Verständnis. Noch unterrichtet das Team hier dennoch gerne. Noch geht alles. Und das Haus hat auch durch die Historie einen heimeligen Charakter. Außerdem würde jede Baumaßnahme zugleich sportlich ausfallen. Das Gelände ist klein, Spielräume wie der Pausenhof ohnehin beengt. Deshalb ist auch ein Neubau vielleicht an anderer Stelle durchaus eine Option. Erste Überlegungen im Kreis als Träger gibt es im Ansatz. Der Besuch sollte da weitere Impulse für künftige Beratungen geben.
Martin Pichler zeigte sich interessiert, Niedermeier steht schon lange an der Seite Don Boscos und im „Schlepptau“ hatten sie zudem den Bürgermeisterkandidaten Jonas Höcker, denn die Schule ist zugleich ein wichtiger Teil von Grafenau und weiterhin gerne in dessen Mitte. 
Bildunterschrift:
Zu Besuch bei SoRin Andrea Köck-Graf (l.) und SoKR Thomas Ruderer (3.v.l.) hatten Max Niedermeier (2.v.l), sein neuer Stellvertreter Martin Pichler (4.v.l.) und Jonas Höcker ein offenes Ohr dafür, wo der Schulschuh drückt. Foto: privat

 

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