Markt Schönberg. Es gab gerade heftige Diskussionen um Sinn und Unsinn von Tablets im Unterricht der Grundschulen. Für die Rektorin der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Schönberg ist das keine Grundsatzfrage. Es dürfe nicht schwarz oder weiß gesehen werden. Es kommt darauf an, wie sie eingesetzt werden. Es hilft, was nutzt. Gerade sind 18 neue und leistungsfähige Helferlein und ein ASV-Server eingezogen.
Die Schule hat schon einige Jahre Erfahrung und immer noch gut laufende ältere Geräte im Einsatz. Das hat nichts damit zu tun, dass Schülerinnen und Schüler dann in einem digitalen „Off“ verschwinden würden. Grundkompetenzen wie Schreiben, Lesen, Rechnen bleiben „analog“ und die Wichtigkeit von Motorik oder Handschrift sind weiter hoch angesetzt. Aber wo das von Technik sogar unterstützt wird, sollte es auch genutzt werden. Ein Beispiel sind Diktate. Texte können so, statt klassisch und frontal vorgetragen zu werden, als Audiodatei abgespielt, hin und her gespult und nach eigenem Tempo genutzt werden, um sie wie sonst auch zu Blatt zu bringen. Lernen mit eigenem Tempo wird möglich statt die Schnelleren warten und die Langsameren „aussteigen“ zu lassen. Dafür gibt es kein Fragentohuwabohu mehr, wenn ein Wort mal nicht verstanden wurde und bei Problemen ist eine gezielte Hilfe auf das Kind zugeschnitten möglich, während andere selbstständig weiter machen. Beispiele gäbe es genügend. Die Lern-App Anton hat etwa Übungen von Anfänger bis Vertiefung in verschiedensten Fächern, die auch richtig Lernspaß mit sich bringen können. Und doch wird nicht ein User mit viereckigen Augen erzogen, sondern die Technik ist nützliches Mittel zum Lernen, das ergänzend eingesetzt wird. Dass das auch schon zugleich Medien- und IT-Kompetenzen für eine moderne Berufswelt mit sich bringen kann, ist halt positiver Nebeneffekt.
Ermöglichst wurde die Ausstattung mit Tablets, Zubehör, Schutzhüllen oder praktisch rollendem Transportkoffer, der auch Ladebox und „Synchronisationsstation“ ist, sowie Software über das Förderprogramm SchulMobE. Daraus kamen auch fünf Lehrernotebooks. Knapp 13 500 Euro wurden ausgegeben, wobei am Schulverband Schönberg als Träger gut 2000 Euro Eigenbeitrag hängen bleiben. Zusätzlich wurde ein sogenannter ASV-Server angeschafft, der als Gerät im Dienst der „Amtlichen Schulverwaltung“ zusätzlich für Windows-11 tauglich ist. Schüler, Lehrer, Unterrichtsdaten und Kultusministerium können so in Datenaustausch treten und hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Bildunterschrift:
Bürgermeister Martin Pichler, Rektorin Roswitha Bumberger, Gemeinderätin Carolin Garhammer (Referentin Schule) und kommunaler IT-Fachmann Robert Meier sind froh, dass 18 weitere Tablets Schule und Lernen ergänzen und unterstützen. Foto: Markt Schönberg