Schönberg. „We Will Rock You“ lautete das Versprechen von Makapeo. Und genau das lieferte auch die aus den Anfangsbuchstaben zur Big-Band abgekürzte Formation der Marktkapelle Obernzell. Stellvertretender Kulturforumsvorsitzender Gerhard Hopp begrüßte die Gäste eines Konzerts, das bereits vor einem Jahr hätte stattfinden sollen, das aber wegen Erkrankung abgeblasen und nun neu angesetzt wurde. Der guten Laune tat dies aber keinen Abbruch.
Hopp assoziierte Makapeo selbst erst mit Südamerika und Latino-Klängen, bevor er beim Repertoire des Abends stutze: Rock und Blech, kann das passen? Ja, dank großem Arrangement mit ergänzenden Drums, Gitarren, Keyboard und Gesang glückte ein Ausflug in die Welt von Queen bis Metallica auch deswegen, weil das Genre nicht zu eng gesehen wurde. Da durfte sich auch Elton John tummeln und die Einflüsse von Funk, Soul und Jazz erhielten breiten Raum von Earth, Wind and Fire bis Adele. Die markanten Klänge von No Roots aus Bariton-Saxophon schwangen ebenso gut durch den Saal wie die vollen Bläsersätze einer Zeit, als auch „R&Bler“ oder Stars wie Huey Lewis noch gerne viel Blech mit auf Konzerttour hatten. Bei Funky Town geht das sowieso. Christina Aguilera hat bei Lady Marmalade so viel Pomp im Moulin Rouge, dass 14 Bläser von 19 Musikern ihr Ganzes dazu geben können. Aber immer fein abgestimmt in Einsatz, Intonation und Präzision, damit es „Big“ Emotion aus Noten statt nur Ohrenbrei gibt; was umso bemerkenswerter ist, da hier ja nicht die Profis, sondern ambitionierte Freizeitmusiker das dennoch gut eingespielte Ensemble bilden. Makapeo unter Leitung von Harry Loibl hat es mit Disziplin und Spiellaune bestens hingebracht, das KUK zu rocken, weshalb der Beifall reich und die Zugaben extra gerne ausfielen.
Bildunterschrift:
Mit einem Jahr Verspätung aber kräftig bei Puste blies Makapeo den Konzertbesuchern im KUK den Funk, R&B, Pop und Metall um die Ohren. Foto: Markt Schönberg