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Schönberg

Sie bringt mehr Sonne ins Leben

Sonja Mies-Schober hilft seit fünf Jahren Familien mit Heilpädagogik

Markt Schönberg. Steigt der Bedarf oder ist die Sensibilität größer, wo Kinder oder Eltern besondere Hilfe brauchen? Für Sonja Mies-Schober ging mit dem Bedarf 2021 eine Türe zur Freiberuflichkeit auf, als Corona sonst die Türen oft zu warf. Mittlerweile beschäftigt sie sogar Mitarbeiter und hat Pläne für die Zukunft.
Bürgermeister Martin Pichler nahm sich die Zeit, nach fünf Jahren „SonnenWerk“ vorbei zu schauen und nach dem Stand der Gründer-Dinge zu fragen. Als es mit den Corona-Einschränkungen mit dem Job enger wurde, war es fast ein Zufall, dass Sonja Schober-Mies erfuhr, dass Heilpädagoginnen auch freiberuflich arbeiten können. Mitten in einer Umbruchzeit wechselte sie von Anstellung zu Herausforderung. Denn der Bedarf war ja trotzdem da. Aber wie geht das? Einfacher als gedacht. Nach einigen Telefonaten und Stunden der Konzeptentwicklung wurde „Heilpädagogik SonnenWerk“ gegründet. Ab sofort war sie eine Einrichtung, ein Träger und eine Praxis in einem. Eltern und Kindergärten kommen auf sie zu. Beobachtung, Hilfsangebot und Förderleistungen sind dann mit bis zu 72 Einheiten in einem Jahr möglich. Die Gründe können vielfältig sein. Trauer, Stress, Trennung wirken oft traumatisch. Familiäre Probleme bremsen Entwicklung oder bringen sie zum Stillstand. Kindergärten und Schulen sind oft ratlos und haben selten die Zeit, hinter die Kulissen zu blicken. Dann geht es um Sprachverzögerung, motorische oder kognitive Auffälligkeiten. Meistens  ist es eine Problematik, die sich mit einiger spezieller Aufmerksamkeit und Beschäftigung dann „einfach auswächst“. 
Aber wo Heilpädagogik nötig wird, da geschieht das am besten ganz spielerisch. In vertrauter oder vertrauensvoller Umgebung und oft mit dem Blick auf systemische Faktoren. Um mit ihren Materialien und Methoden anzukommen, hat sie sogar ein Wohnmobil zum „mobilen Förderraum mit entwicklungsfördernden Spielen“ gemacht. Da sind die Kinder fasziniert und konzentriert, was alles drinsteckt - und die Arbeit beginnt. Reize werden ausgeblendet und Entwicklung mit kleinen Erfolgen angestoßen. Und weil ein Kind mehr ist als nur eine Person, geht es bei Sonja Mies-Schober auch um Familienhilfe für das Jugendamt, wo nötig, oder auch um Fachdienst im Auftrag von Kindertageseinrichtungen, um auch systemisch zu wirken. Wie gesagt, der Bedarf ist da und scheint eher zu wachsen, wie auch Bürgermeister Martin Pichler es beobachtet. Deshalb schafft Sonja Mies-Schober alles nicht mehr alleine und hat das Team mit zwei weiteren pädagogischen Kräften und einer Bürohilfe ausgebaut. Und es gibt Pläne für weitere Projekte wie eine niederschwellige Bastel- und Spielwerkstatt. Oft geht es um gemeinsame Zeit in Familien oder auch darum, mal eine Schere statt ein Handy zu bedienen. Da hilft das Einfache oft am besten weiter, um fit für das Leben zu werden.

Bildunterschrift:
Bürgermeister Martin Pichler gratulierte Sonja Mies-Schober zur Freiberuflichkeit mit „Heilpädagogik SonnenWerk“ und Michaela Gampe, die am Markt für Kindergärten und Schulen zuständig ist, informierte sich ebenfalls zum Angebot der Heilpädagogik. Foto: Markt Schönberg 

 

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