Markt Schönberg. Seit 20 Jahren sind die Damen der Frauengruppe Schönberg aktiv für den guten Zweck. Das ganze Jahr wird gestrickt, gehäkelt, gefilzt oder genäht. Und auf der Marktweihnacht das Angebot mit stolzen 14 Punschsorten ergänzt. So wurden auch heuer wieder 2000 Euro erwirtschaftet, die direkt in den Sozialfonds des Marktes gingen. Kurz vor Bescherung war noch Übergabe an den Bürgermeister.
Beate Fuchs hatte eine kleine Statistik dabei: Insgesamt 22 500 Euro sind auf zwei Jahrzehnte zusammengekommen, mit denen das Engagement der Frauengruppe - und ihrer eingespannten Familien - in Hilfe umgemünzt wurde. Lediglich die Materialkosten werden von den Einnahmen abgezogen, so dass für Handschuhe, Socken, Mützen oder Taschen und allerlei Schönem die hineingesteckte Arbeit zu klingender Münze werden kann. Deshalb muss auch Gertraud Pongratz kein schlechtes Gewissen haben, dass sie bei einem Island-Urlaub auch süße Filzengel als Idee ausspioniert hat, die heuer das dekorative Sortiment „beflügelten“. Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Stand der Frauengruppe auch deshalb immer, weil es da eine riesengroße Auswahl von klassischem Glühwein über heißen Apfelmost bis zu einer Feuerzangenbowle mit stilecht brennendem Stück Zucker über der Tasse gibt. Absoluter Renner waren auch die Geschmacksrichtungen Kirsch-Amaretto und Quitte-Birne. Das gibt es nicht überall.
Das bestätigte auch Bürgermeister Martin Pichler: So viel selbstverständliche Hilfsbereitschaft gibt es nicht überall, wie sie in Schönberg gelebt wird. Der Sozialfonds wird wieder damit gefüttert, der immer auch dankbare Abnehmer hat. Eine ältere Dame mit kleiner Rente erzählte ihm unlängst, dass sie noch sparen müsse, weil sie einen kaputten Kühlschrank nicht einfach so ersetzen könne. Da landeten 100 Euro Finanzierungslücke schon mal aus der Bescherung der Frauengruppe. Es war ihm eine Freude, den großen Dank auch gleich weiterreichen zu dürfen und brachte das mit anderen Schönberger Stärken wie Honig und Buch, Seife und Kernkissen seinerseits zum Ausdruck.
Bildunterschrift:
Gertraud Pongratz (r.) und Beate Fuchs (l.) ermöglichten es Bürgermeister Martin Pichler auch 2025 wieder, Bescherungen dort schnell und ohne bürokratische Hürden zu ermöglichen, wo Hilfe dringend benötigt wird. Foto: Markt Schönberg