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Schönberg

Gut-tu-Musik und Geschichten

Otto Öllinger und Bettina Scholz unterhielten bei Herbst&Kultur

Markt Schönberg. „Ob das mit der Katze eine gute Geschichte war …?“ Ja, war sie. Gespielt und gesungen noch dazu. Zu Herbst&Kultur in Schönberg unterhielten Bettina Scholz und Otto Öllinger mit Noten, Spaß und etwas zum Nachdenken.
Kulturforumsvorsitzender Bernd Bachhuber begrüßte herzlich volle Zuhörerreihen mit Ehrengästen und zwei Drittel Akteuren. Eigentlich sollte auch Maria Öllinger das Trio auf der Bühne komplettieren. Aber ein wichtiger persönlicher Termin machte es nötig, dafür Ersatz zu suchen. Dem Riedlhütter Lehrer Otto Öllinger fiel das in seiner herzlich einladenden Art nicht schwer. Am Schüttelei wurden Helga und am Klangholz Walter aus dem Publikum geholt, die mehrere Lieder des Abends taktvoll verstärkten; frei nach dem Motto: „Miteinander musiziert macht noch mehr Freude.“ Bei Sweet Latin kamen sie sofort rhythmisch zum Einsatz und später durfte das Publikum auch gerne eigenen Gesang beisteuern. Vom Jodler und Marsch über Tango bis zu Schlager und Musette reichte das Repertoire an Gitarre, Akkordeon, Knopfharmonie und Hackbrett. Von Liedermacher bis Arrangeur war musikalisch eine Vielfalt eingepackt, die das Publikum nicht anstrengen sollte, sondern ihm einen netten Abend schenken. Heimatmusik war im wahrsten Sinne geboten, weil Otto Öllinger auf einer neuen Gitarre des Kirchberger Gitarrenbauers Helmut Frisch zupfte und mit Freddy Quinn ging es auch weit über die See hinaus.
Dazwischen erzählte Öllinger auch über Komponisten, über Begegnungen oder Gedanken, die ihn mit Musik begleiten. Begegnungen der internationalen Art im Hofbräuhaus machten ihn als Bill Gates des Bayerwaldes fast weltberühmt. Anselm Grün inspirierte ihn zu einem Lied über die Demut. Überhaupt war der Abend auch immer wieder vom Thema Glaube durchwoben; nicht belehrend, sondern als Lebenshilfe für bisweilen schwere Momente. Die kamen amüsiert auch zur Sprache, als eine Katze im Haus den Gitarristen zur dritten Geige degradierte und im Versicherungstango bekannte er auch: „Du musst a bisserl Bazi sein.“
Nach dem kurzweiligen Abend kam auch der Dank von Bernd Bachhuber mit „geistlichen Getränken aus der Schönberger Apotheke“, wobei glücklicherweise auch zwei kleine Versionen davon als Gage für die beiden „Hilfsmusiker“ Helga und Walter auch noch gefunden wurden. Ihre Gage war schnell aufgebraucht. Aber der Spaß des Mitmachens bleibt ihnen sicher lange in Erinnerung.
Bildunterschriften zur Auswahl:
Die „Hilfsmusiker“ Walter (v. l.) und Helga gaben Otto Öllinger und Bettina Scholz gerne den Takt vor. Von Tango bis Schlager war das Programm unterhaltsam und auch nachdenklich. Foto: Markt Schönberg 
Bettina Scholz spielte Akkordeon, Knopfharmonie und Hackbrett. Und Otto Öllinger steuerte Heimatgitarre und gesungene und erzählte Geschichten für einen kurzweiligen und inspirierenden Abend bei.
Am Rande des Abends ergaben sich noch zwei Geschichten, die eventuell im Grafenauer Anzeiger als Saxndi nutzbar wären:
Barrierefrei heißt gelegentlich auch anpacken. Weil der Aufzug im Kuk wegen Revision außer Dienst gestellt war, wurde die Treppe zum Konzertsaal bei Herbst&Kultur zum zunächst unüberwindbaren Hindernis für eine Dame im Rollstuhl. Vier zupackende Herren ließen sich aber gar nicht lange bitten. Hinschauen, hinhören, hinlangen; auch das gehört schließlich zum guten Ton. Vielen Dank dafür!
Pfui Spinne! Ein Hindernis der extra arachnophobischen Art mussten Konzertbesucherinnen bei Herbst&Kultur überstehen, was Konzertbesucher tendenziell eher amüsierte. Demnächst herrscht Gruselgrausen mit kaltem Schauer im Haus. Etwas Deko ist schon da. Schnell unten durch, bevor die Achtbeinige sich noch abseilt! 

 

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