Zurück zur Übersicht
Schönberg

Strampeln fürs Klima

Auf der Zielgeraden, aber nicht am Ende – Stadtradeln auch im Markt und am Land

Markt Schönberg. Die Aktion „Stadtradeln“ will bundesweit Menschen dazu bringen, mehr mit dem Rad und weniger mit dem Auto unterwegs zu sein. Auch der Landkreis FRG lädt dazu ein. Seit 15. Juni sind die Pedalritter nun extra motiviert unterwegs; fürs Klima, für die Fitness, für bessere Radinfrastruktur und für den Spaß. Darunter sind auch Veronika Egger und Helmut Aigner aus dem Markt Schönberg.
Sie haben zusammen nun auf die jeweils eigene Motivation hingewiesen, warum für sie das Glück der Erden auf dem Rücken des Drahtesels liegt. Helmut Aigner ist mit einer 25-köpfigen Dorfgruppe aus Eberhardsreuth unterwegs. Per WhatsApp-Gruppe wird sich abgesprochen. Da gehören Kids und Erwachsene jeden Alters dazu. Es wird alleine, gemeinsam, sportlich oder mit elektrischer Wadenverstärkung geradelt. Die Aktion „Stadtradeln“ ist da eine zusätzliche Motivation. Es gäbe auch Wertgutscheine für die absoluten Kilometerfresser zu gewinnen Aber die Absicht ist eine andere: Zusammenkommen, sich gegenseitig mitziehen, Touren planen und dabei wissen, dass sich jeder Kilometer in gespartes CO2 und in aktive Lebensqualität ummünzt. Und zwar bei jedem Radlerltyp: Jäger oder Sammler. Der eine steigt für unter hundert Kilometer erst gar nicht auf. Der andere genießt es, die Landschaft zwischen Biergärten gemächlicher zu erleben. Und die Dritte, morgens zum Bäcker und abends noch kurz ums Dorf zu kurven. Bei Helmut Aigner immer mit dabei: Faultier Fauli. Der darf sich im Rucksack den Wind um die Plüschnase wehen lassen, während Herrchen fleißig tritt. Und es gibt in der Gruppe auch ganz Eifrige wie den 14-jährigen Bastian Berlinger, der es schon auf über 1000 Kilometer gebracht hat.
Ein anderer Typ ist da Veronika Egger. Sie verzichtet ganz auf Auto und will ganz pragmatisch belegen: Das geht. ÖPNV ist ihre Weitstrecken- und Schlechtwetteroption für den Weg zu Arbeit und Terminen im ganzen Landkreis und darüber hinaus. Mit etwas Planung haut das gut hin. Das Rad ist für sie eher die Wahl der „letzten Meile“. Ein Bus hält selten vor der Haustüre. Aber da wartet dann eben das e-Bike an der Bushaltestelle, um dann auch nicht verschwitzt zum oder vom Büro zu kommen. Und stimmen Wetter und Terminplanung, dann kann die Strecke auch durchaus einmal weiter werden.
Was beiden Radlertypen gemeinsam ist. Sie wollen das Rad als Partner der individuellen Mobilität und als Chance zu mehr Klimaverantwortung mit dem Stadtradeln promoten. Auch in einer bergigeren Land-Region wie dem Bayerischen Wald. Oder vielleicht gerade hier. Und eines ist ihnen klar: wenn auch die Aktion selbst nach 21 Tagen am Ende der Etappe ist, dann sind sie mit Radeln dennoch nicht fertig. Macht einfach zu viel Spaß und Sinn.
Bildunterschrift:
Bürgermeister Martin Pichler kommt noch nicht mit dem Dienstdtrahtesel. Aber wenn die eigenen Kinder größer werden, dann will er auch mit ihnen radeln. Veronika Egger und Helmut Aigner sind bereits begeisterte Biker und treten als Marktgemeinderäte mit gutem Beispiel voran. Foto: Marktgemeinde Schönberg

 

Zurück zur Übersicht